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ACHTUNG: Romanlänge - Ausdruck nicht ohne Genehmigung

Ich glaube, Du tust jedem, der für Nein stimmt, keinen Gefallen mit dieser komplexen Frage. Jedenfalls nicht, wenn er mehr als bloß eine anonyme, wenig aussagende Stimme in einer Umfrage sein möchte.


Hier meine Antwort: Ich weiß es nicht.

Wenn man sich rückblickend die Frage stellt, ob Zeit genug war, spricht man von einem Zeitraum, in dem etwas zu tun galt. Ich erläutere das kurz anhand des Beispiels "Projekt".
Ein Projekt besitzt per Definition einen Startpunkt, einen Endpunkt und festgelegte Bedingungen, die es zu erfüllten gilt. Nur auf Grund dieser Parameter kann ein Projekt abgeschlossen werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes ist klar, dass der vom Anfangs- und Endpunkt gebildete Zeitraum genug war. Andernfalls ist das Projekt nämlich gescheitert, weil nicht alle Bedingungen erfüllen wurden - man ist sozusagen "nicht zum Ende gekommen".
Der von Dir eingegrenzte Zeitraum ist unsere Freizeit, umsetzen müssen wir unsere Ideen und Vorhaben für Werke.

Mein Zeitraum ist zwar sehr unregelmäßig, aber vergleichsweise groß, würde ich sagen, da mein Leben nicht viel Platz einnimmt. Es gibt außer der Verpflichtung Schule nichts, das nach meine Aufmerksamkeit verlangt bzw. niemanden, um den ich mich kümmern muss. Allein zu sein, hat schon seine Vorteile. Jedoch zwingt es mich nach Entfaltung innerhalb dieses Raumes, um die Zeit darin zu spüren. Es kommt öfters vor, dass ich einfach nichts tue - keine Pixel kreiere, quäle oder hin- und herschiebe, keine Musik höre, keine Nicht-Musik mache, nichts schreibe, nichts sage, höchstens denke. Diese Unproduktivität, die ich schon lange nicht mehr "Stimmung" nenne, bringt mich noch ins Künstlergrab. --- Wie auch immer, die unregelmäßige Zeit, die mir zur Verfügung steht, kann ich nicht zu 100 Prozent ausbeuten, um sie vollständig für mein Schaffen nutzen zu können.
Ich kann daher nicht sagen, ob die Zeit, die ich insgesamt habe/hätte, genug wäre, wenn ich sie vollständig nutzen würde. Und der Anteil meiner Zeit, den ich nutze, also nur auf das Schaffen richte, ist nicht zielgerichtet, weil mein Schaffen nicht zielgerichtet ist. Ich sehe kein Bild vor oder hinter meinen Augen, das ich nachbilden muss und anhand dessen ich weiß, wann ich fertig bin. Auch ist es nicht so, dass ich meine Ideen auslose. Das bedeutet, mein Schaffen ist weder willkürlich von mir bestimmt noch endet es irgendwann, weil die Lose ausgehen. Auf letzeres hoffe ich aber. - Es gibt also innerhalb meiner Zeit einen undefinierten Anfangszeitpunkt, einen undefinierten Endzeitpunkt und schon gar keine, von vornherein sichtbaren Ziele - das führt mich zu keiner anderen Antwort als "Don't know".

Gut, eigentlich führt mich das auch zu der Antwort "There will never be enough time!", weil ich pessimistisch bin und glaube, mit mehr Zeit auch mehr Zeit zu verschwenden. Aus folgendem Grund habe ich mich aber nicht für diese Antwort entschieden.
Ich sehe nur drei Möglichkeiten, mehr Freizeit zu erlangen: 1. arbeitslos werden, 2. Millionär werden, 3. Rentner werden. Bei 1. nervt das Armutsamt, für 2. bin ich Pessimist und 3. erreiche ich nicht (siehe 2.)

--
"If I'd gave you a second,
would you give me a hour now?"
(Dakota Suite)

---

a vanguard style of art...


Obscuristic / Obscuristic Club

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Ich glaube, Du tust jedem, der für Nein stimmt, keinen Gefallen mit dieser komplexen Frage. Jedenfalls nicht, wenn er mehr als bloß eine anonyme, wenig aussagende Stimme in einer Umfrage sein möchte.


Hier meine Antwort: Ich weiß es nicht.

Wenn man sich rückblickend die Frage stellt, ob Zeit genug war, spricht man von einem Zeitraum, in dem etwas zu tun galt. Ich erläutere das kurz anhand des Beispiels "Projekt".
Ein Projekt besitzt per Definition einen Startpunkt, einen Endpunkt und festgelegte Bedingungen, die es zu erfüllten gilt. Nur auf Grund dieser Parameter kann ein Projekt abgeschlossen werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes ist klar, dass der vom Anfangs- und Endpunkt gebildete Zeitraum genug war. Andernfalls ist das Projekt nämlich gescheitert, weil nicht alle Bedingungen erfüllen wurden - man ist sozusagen "nicht zum Ende gekommen".
Der von Dir eingegrenzte Zeitraum ist unsere Freizeit, umsetzen müssen wir unsere Ideen und Vorhaben für Werke.

Mein Zeitraum ist zwar sehr unregelmäßig, aber vergleichsweise groß, würde ich sagen, da mein Leben nicht viel Platz einnimmt. Es gibt außer der Verpflichtung Schule nichts, das nach meine Aufmerksamkeit verlangt bzw. niemanden, um den ich mich kümmern muss. Allein zu sein, hat schon seine Vorteile. Jedoch zwingt es mich nach Entfaltung innerhalb dieses Raumes, um die Zeit darin zu spüren. Es kommt öfters vor, dass ich einfach nichts tue - keine Pixel kreiere, quäle oder hin- und herschiebe, keine Musik höre, keine Nicht-Musik mache, nichts schreibe, nichts sage, höchstens denke. Diese Unproduktivität, die ich schon lange nicht mehr "Stimmung" nenne, bringt mich noch ins Künstlergrab. --- Wie auch immer, die unregelmäßige Zeit, die mir zur Verfügung steht, kann ich nicht zu 100 Prozent ausbeuten, um sie vollständig für mein Schaffen nutzen zu können.
Ich kann daher nicht sagen, ob die Zeit, die ich insgesamt habe/hätte, genug wäre, wenn ich sie vollständig nutzen würde. Und der Anteil meiner Zeit, den ich nutze, also nur auf das Schaffen richte, ist nicht zielgerichtet, weil mein Schaffen nicht zielgerichtet ist. Ich sehe kein Bild vor oder hinter meinen Augen, das ich nachbilden muss und anhand dessen ich weiß, wann ich fertig bin. Auch ist es nicht so, dass ich meine Ideen auslose. Das bedeutet, mein Schaffen ist weder willkürlich von mir bestimmt noch endet es irgendwann, weil die Lose ausgehen. Auf letzeres hoffe ich aber. - Es gibt also innerhalb meiner Zeit einen undefinierten Anfangszeitpunkt, einen undefinierten Endzeitpunkt und schon gar keine, von vornherein sichtbaren Ziele - das führt mich zu keiner anderen Antwort als "Don't know".

Gut, eigentlich führt mich das auch zu der Antwort "There will never be enough time!", weil ich pessimistisch bin und glaube, mit mehr Zeit auch mehr Zeit zu verschwenden. Aus folgendem Grund habe ich mich aber nicht für diese Antwort entschieden.
Ich sehe nur drei Möglichkeiten, mehr Freizeit zu erlangen: 1. arbeitslos werden, 2. Millionär werden, 3. Rentner werden. Bei 1. nervt das Armutsamt, für 2. bin ich Pessimist und 3. erreiche ich nicht (siehe 2.)

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Obscuristic / Obscuristic Club
:icontyziel:
Über deine Vorraussichten will ich schweigen, da hineinzureden, wäre nur der Ansatz Subjektivität zu verschieben, doch gebe ich dir Recht, dass das "nein" schon etwas merkwürdig ist, nicht nur aus dem einen Grund.

Besonders stimmig finde ich es aber bei dem Beispiel Projekt. Da der Zeitrahmen eine genaue Stressskala zulässt.
Aber wie du es schon selbst sagst: Es gibt manchmal Momente, wo man etwas anderes oder sogar nichts macht. Manch einer kreirt eben nicht sehr viel, sondern vegetiert viel mehr.

Auch solche Personen wollte ich in die Umfrage mit einbeziehen.

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'Everyone, who keeps the ability to recognize beauty, will never become old.'
-Franz Kafka
...:::Obscuristic:::...

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